Erster geschützter Radfahrstreifen in Köln

Datum: 26. Oktober 2016  //  Kategorie: Verkehr und Recht

PBL Köln

Städte wie Chicago und New York machen es vor: Um das Radfahren sicherer zu machen, bieten sie Radfahrern mit den Protected Bike Lanes getrennt vom Fuß- und Autoverkehr eine eigene Fläche auf der Fahrbahn. In Deutschland gibt es diese Form der Verkehrsführung bisher nicht. Das will der ADFC Köln ändern.

Am 29. Oktober errichtete der ADFC Köln vorübergehend einen ersten geschützten Radfahrstreifen in der Rheinmetropole. Dafür wurde zwischen 12 und 17 Uhr ein Autofahrstreifen abgesperrt und für einige Stunden in einen geschützten Radfahrstreifen umgewandelt.

Radfahrer hatten so die Möglichkeit, die für Deutschland neue Form der Verkehrsführung auszuprobieren. Getrennte Radspuren sollen das Radfahren nicht nur objektiv sicherer machen, sondern so gestalten, dass es sich für alle Radfahrer vom Kleinkind bis zum Senioren auch sicher anfühlt.

Anlass für die Aktion ist die schlechte Infrastruktur für Radfahrer sowie die hohe Anzahl der Verkehrsopfer auf den Kölner Ringen. Durch die Umverteilung des Straßenraums könnten auch die Emission- und Stauprobleme der Stadt angegangen werden.PBL Köln_2

Die Aktion fand am 29. Oktober auf dem Hansaring zwischen Ritterstraße und Bremer Straße statt.




1. Bild: Joachim Schalke, 1. Vorsitzender des ADFC Köln, auf der vorübergehenden Protected Bike Lane.

2. Bild: Mit Lebensbäumen und Verkehrshütchen verwandelte der ADFC Köln einen Schutzstreifen in eine Protected Bike Lane.

Fotos: ADFC Köln/Florian Bluhm


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