E-Auto-Prämie abschaffen, stattdessen Radschnellwege bauen

Datum: 12. August 2016  //  Kategorie: Verkehr und Recht

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek auf dem Parlamentarischen Abende des ADFC im Mai 2016 zu Radschnellwegen. (c) Deckbar Photographie

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) will keine Elektroautos fördern, sondern das Geld für den Radverkehr und das Umrüsten der Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einsetzen.

Groschek sagt im Interview der Rheinischen Post: „Wir werden eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 schaffen. Aber auf zwei Rädern, nicht auf vier.“ Und er wurde noch deutlichr: „Diese Elektroauto-Förderung ist ein Rohrkrepierer.“

Er plädiere dafür, die Förderung einzustampfen und das Geld in die "Entdieselung des ÖPNV" zu stecken und in den Ausbau von Radschnellwegen. "Wenn wir die Menschen vom Auto aufs Elektrofahrrad bringen, ist der Umwelt genauso gedient wie mit Elektroautos. Und wir tun damit gleichzeitig etwas gegen die Staus“, so Groschek weiter.

Der Verkehrsminister aus Nordrhein-Westfalen hatte schon auf dem Parlamentarischen Abend des ADFC im Mai die Bedeutung der Radschnellwege für Deutschland hervorgehoben und berichtet, dass sein Bundesland Radschnellwege den Landesstraßen gleichgestellt hat, um so Kommunen bei der Baulast unter die Arme greifen zu können.

INFO: www.rp-online.de/nrw/landespolitik/michael-groschek-wir-werden-ein-jahrzehnt-der-baustellen-erleiden-aid-1.6180110

www.adfc.de/news/parlamentarischer-abend-radschnellwege

Foto: NRW-Verkehrsminister Michael Groschek auf dem Parlamentarischen Abende des ADFC im Mai 2016 zu Radschnellwegen. Quelle: Deckbar Photographie


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