Deutscher Fahrradpreis 2018 in Essen verliehen

Datum: 26. Februar 2018  //  Kategorie: Verkehr und Recht

Deutscher Fahrradpreis 2018

Am 22. Februar wurden die Gewinner des Deutschen Fahrradpreises 2018 in Essen ausgezeichnet.
Sieger aus 33 Bewerbungen in der Kategorie „Infrastruktur“ ist das Projekt „Deutschlands erstes Fahrradquartier“ in Bremen. Mit dem Fahrradquartier zeigt die Stadt einen ganzheitlichen und quartiersbezogenen Ansatz. Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Von der ‚Alten Neustadt‘ zum neuen Fahrradquartier - die Freie Hansestadt Bremen hat sich viel vorgenommen. Mit diesem Projekt belegt sie zu Recht den ersten Platz. Denn ein ganzes Bündel von Maßnahmen zeigt uns hier in Zukunft, wie sicheres, komfortables und konfliktarmes Miteinander von Fuß-, Rad-, Autoverkehr und ÖPNV funktionieren kann. Ein nachhaltiges Fahrradmodellquartier, das Mut zur Nachahmung macht.“
Info: https://radquartier-bremen.de/

Die Kategorie „Kommunikation“ konnte unter 64 Bewerbungen das Projekt „Volksentscheid Fahrrad: Berlin dreht sich! – Deutschlands erstes Fahrradgesetz“ für sich entscheiden. Dr. Gerhard Schulz, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Der Volksentscheid Fahrrad zeigt auf beeindruckende Weise, dass private Initiativen, die beharrlich und mit großem Engagement verfolgt werden, auch zum Erfolg führen können. Der Radverkehr wird hiermit ein entscheidendes Stück nach vorn gebracht.“
Info: https://volksentscheid-fahrrad.de/de/willkommen-beim-volksentscheid/

In der Kategorie „Service“ setzte sich das Projekt „#Bikeygees e.V.“, das die Integration geflüchteter Frauen fördert, gegen 56 Konkurrenten durch. Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen: „Das Projekt „#Bikeygees e.V.“ zeigt eindrucksvoll, wie man mit einfachen Mitteln eine große Wirkung erzielen kann. Mit dem Fahrrad werden die Teilnehmerinnen unabhängiger und selbstständiger und können sich so wiederum leichter auf unsere Gesellschaft zubewegen. Auch in der klimafreundlichen Stadt Essen ist das Fahrrad eine ausgezeichnete Wahl, um schnell und CO2-neutral von A nach B zu kommen.“
Info: http://bikeygees.org/de/

 Den Video- und Fotowettbewerb unter dem Motto „Mein Rad kann“ gewannen Christoph Grothe in der Kategorie „Video“ und Anton Scholtalbers in der Kategorie „Foto“.

Den Preis als fahrradfreundlichste Person des öffentlichen Lebens konnte in diesem Jahr der Schauspieler Hannes Jaenicke entgegennehmen.
Christine Fuchs, Vorstand der AGFS: „Hannes Jaenicke sieht es als Triumpf in der Stadt mit dem Fahrrad viel schneller zu sein, als die stauverursachenden Autos“

Der Deutsche Fahrradpreis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS). Als Partner und Sponsoren des Wettbewerbs engagieren sich der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) und der Verbund Service und Fahrrad g.e.V. (VSF).

Weitere Infos: www.der-deutsche-fahrradpreis.de

Auf dem Bild von links nach rechts: Laudator Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, Nicole Sander, Bürgermeisterin der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid (3. Platz Kategorie Service), Annette Krüger, 1. Vorsitzende Bikeygees e.V., Eva Ullrich, Bikeygees e.V., Ulf Zimmermann, Geschäftsführer Naturpark Bergisches Land (2. Platz Kategorie Service), Petra Gloge, Referentin Wirtschaftsförderung und strategische Kreisentwicklung der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid, Andreas Kurze, Naturpark Bergisches Land.

Foto: Roland Breitschuh


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