Bund will Radschnellwege stärker fördern

Datum: 19. Oktober 2016  //  Kategorie: Verkehr und Recht

Bund will Radschnellwege stärker fördern (c) AGFS/Peter Obenaus

Das Bundesverkehrsministerium wird sich künftig direkt an der Finanzierung von Radschnellwegen beteiligen. Laut Ministerium arbeite man bereits an einer Gesetzesvorlage, die eine solche Förderung ermögliche. Bislang sind Radschnellwege Sache der Länder und Kommunen, der Bund hat nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Unterstützung. Das soll sich nun ändern.
Zusätzlich zur Gesetzesänderung legt das Bundesverkehrsministerium ein Förderprogramm mit einem Umfang von 25 Millionen Euro auf, um den Bau von Radschnellwegen zu beschleunigen. "Diese Entwicklung wollen wir mitgestalten und dafür sorgen, dass das Rad weiter an Attraktivität gewinnt", wird Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in der Saarbrücker Zeitung zitiert. 

ADFC-Verkehrsvorstand Ludger Koopmann sagt: „Die finanzielle Förderung von Radschnellwegen durch den Bund haben wir lange gefordert. Das angekündigte Förderprogramm ist ein Einstieg in eine vernünftige Förderung von Radschnellwegen. Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Bund damit seine Rolle als Kofinanzier und Treiber dieser für Deutschland noch neuen Form von Radverkehrs-Infrastruktur ernst nimmt und die dafür erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen will. Nach der Aufnahme von Radschnellwegen in den Bundesverkehrswegeplan ist das ein weiteres wichtiges Signal, dass auch Länder und Kommunen ermutigt, solche ambitionierten Projekte in Angriff zu nehmen. Im nächsten Schritt muss der Bund sein Engagement auf stabile Füße stellen und eine dauerhafte Kofinanzierung von Radschnellwegen mit einem wesentlich höheren Betrag etablieren. Denn ein Förderprogramm mit 25 Millionen Euro kann nur ein Anfang sein.“

Weitere Infos zu Radschnellwegen gibt es auf www.adfc.de/verkehr--recht/radverkehr-gestalten/radverkehrsfuehrung/radschnellwege

Foto: AGFS/Peter Obenaus


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